Sonntag, 24. August 2014

Schweinebraten in Biersauce

Meine Mutter hat mich bereits in frühen Kinderjahren mal an einem Glas Bier kosten lassen - wahrscheinlich war sie genervt von meinem ständigen "Darf ich mal kosten?". Natürlich fand ich mit 8 Jahren den Geschmack von Bier einfach nur bäh. Diese Erziehungsmaßnahme meiner Mutter hat so gut funktioniert, das mir Bier bis heute nicht schmeckt und ich selbst bei den aktuell angesagten Faßbrausen das alkoholfreie Bier rausschmecke und sie mir entsprechend nicht schmecken. Mein Erlebnis mit Kaffee war nämlich in ähnlich frühen Jahren und hatte kein gutes Ende genommen und entsprechend vertrage ich noch nicht mal den Duft von Kaffee... Liebe Mama, vielen Dank das du mich am Wein hast erst später nippen lassen ;-)
Trotz meiner Abneigung gegenüber Bier fand ich Braten mit Biersauce immer toll. Und wo hab ich es das erste Mal gegessen? In Bayern - im Land, wo in meiner Phantasie schon Babys einen Maßkrug in der Hand halten. Nun höre ich schon die ersten Unkenrufe "Trinkt kein Bier, aber findet Biersauce toll. Das geht doch gar nicht!" Doch das geht, denn Biersauce schmeckt bei der richtigen Wahl nicht nach Bier. Und daher habe ich mich genau dafür entschieden, denn ein Besuch in Bayern ist zur Zeit nicht in Sicht. Und es gab noch eine Neuheit für mich - ich habe meinen Braten das erste mal wie ein Geschenk gewickelt, damit ich in etwa eine durchgehend gleiche Stärke habe.


Schweinebraten in Biersauce (für 4 Portionen)

1kg Schweinebraten
Suppengrün - geputzt und grob zerkleinert
3 Wacholderbeeren
5 Pimentkörner
1 - 2 Lorbeerblätter
1 Knoblauchzehe - geschält und angedrückt
2 EL Tomatenmark
500ml dunkles Weizenbier (oder Bockbier)
500ml Gemüsebrühe
1 gestrichener EL Speisestärke
Sahne
Pflanzenöl
Butter
Salz, Pfeffer
Paprika, edelsüß
Majoran
Küchengarn

Den Ofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.

Schweinebraten abspülen und trocken tupfen und mit einem scharfen Messer das Fleisch von Sehnen befreien. Ich lass das immer meinen Metzger machen, der kann das besser als ich. Die Braten und nun kräftig mit Salz, Pfeffer, Paprika und Majoran würzen und die Gewürze schön ins Fleisch einmassieren. Nun den Braten ein wenig in Form legen und binden. Ich hab dafür dieses Video hier als Vorlage genutzt.



Nun im Bräter reichlich Pflanzenöl erhitzen und nun den Braten von alles Seiten ordentlich anbraten. Den Braten rausnehmen, das dunkle Öl aus dem Bräter ausgießen und nun Butter im Bräter schmelzen lassen. In der heißen Butter dann das Suppengrün anbraten.

Nun Tomatenmark, Wacholderbeeren, Piment und Lorbeerblätter dazu geben und alles ebenfalls mit braten lassen. Das Gemüse mit der Hälfte vom Bier ablöschen und die Brühe dazu gießen. Den Braten nun auf das Gemüse setzen und den Bräter in den Ofen stellen. Nach zirka 30 Minuten das restliche Bier über den Braten gießen und den Braten noch weitere 30 Minuten im Ofen schmoren lassen.
Wenn der Braten insgesamt 60 Minuten im Ofen war den Braten aus dem Bräter nehmen und auf einen Teller geben und alles mit Alufolie abdecken und ruhen lassen. Die Sauce durch ein Sieb gießen und dabei die Sauce in einem Topf auffangen. Die Sauce nun noch einmal aufkochen lassen. Die Speisestärke mit einigen Löffeln der Sauce verrühren und dann die aufgelöste Stärke zum Abbinden zur Sauce geben. Sauce nochmals aufkochen lassen und noch ein paar Minuten köcheln lassen. Herd ausschalten und wenn man will kann man die Sauce dann noch mit einem Schuss Sahne verfeinern.
In der Zwischenzeit das Garn vom Braten entfernen und diesen in ca. 1cm dicke Scheiben schneiden.
Lecker anrichten und schmecken lassen - am besten mit Klößen und Rotkohl oder was euch auch immer am dazu gefällt.












So, das war es nun auch schon wieder von mir und wir hören wieder voneinander, wenn es wieder heißt "Du findest mich in der Küche..."

Eure Jasmin

1 Kommentar:

  1. Das klingt echt lecker! Biersoße mag ich auch ganz gern, Bier selbst nur manchmal und in Maßen. Ich hatte übrigens mit ca. 12 Jahren das "Glück" von meiner Oma an Rotwein herangeführt zu werden - schön mit Wasser verdünnt. Das fand ich so eklig, dass es immer noch nachwirkt ;)

    Besuch mich in meiner Küche

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